Deutsche Umwelthilfe: "Neustart bei der Feinstaubbekämpfung"
Erstellt am: 28/08/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00
Ein Jahr Rußfilterskandal: Zwölf Monate nach Aufdeckung des Skandals um mangelhafte Dieselfilter steht die Politik vor einem Scherbenhaufen in der Luftreinhaltepolitik - Weniger als zehn Prozent der Betrugsfilter sind ausgetauscht, die Pkw-Nachrüstung ist zum Erliegen gekommen, bei Nutzfahrzeugen findet sie gar nicht erst statt.
Ein Jahr, nachdem die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) erstmals über den Einbau funktionsuntüchtiger Nachrüstfilter in Diesel-Pkw berichtete, kommt die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation zu einer ernüchternden Zwischenbilanz der Politik von Bund und Ländern bei der Feinstaubbekämpfung: "Alle Zeichen stehen auf Ruß - und die Politik gibt den Vogel Strauß", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. "Während andere Staaten konsequent gegen das Dieselrußproblem vorgehen und die Gesundheitsrisiken ihrer Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen, kommt die Filternachrüstung in Deutschland nicht in Gang".
Trotz der Bereitstellung von 900 Millionen Euro zweckgebundener Etateinnahmen werbe derzeit kein Landes- oder Bundespolitiker öffentlich für die Nachrüstung von Pkw mit funktionstüchtigen Dieselpartikelfiltern. Für leichte Nutzfahrzeuge gebe es keinerlei Anreiz zum Einbau dieser Abgasreinigungssysteme und bei schweren Lkw bekämpfen wichtige Bundesländer den Beschluss der Bundesregierung, ab dem 1. September 2009 schmutzige Dieselstinker bei der Lkw-Maut stärker heranzuziehen als vergleichsweise saubere Fahrzeuge.
(Quelle und vollständiger Artikel: www.duh.de/presse.html )