Blockade in Spanien dauert an
Erstellt am: 11/06/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00
Zwei Streikposten getötet
Bei den Protestaktionen von Lastwagenfahrern in Spanien und Portugal gegen die hohen Mineralölpreise sind zwei Streikposten getötet worden. Die Streikenden waren von Lkw überfahren worden, die sie an der Weiterfahrt hindern wollten.
In Südspanien erlitt ein Streikposten nach Angaben der Behörden in Atarfe bei Granada tödliche Verletzungen, als er einem Kleinlaster den Weg zu einem Großmarkt versperren wollte. In Mittelportugal wurde ein Streikender bei Zibreira im Bezirk Santarém von einem Lastwagen überrollt, den er mit einem Stoppschild anhalten wollte. Der Fahrer des Lkw wurde festgenommen.
Streikende Lastwagenfahrer blockierten in Spanien zahlreiche Autobahnen und lösten kilometerlange Staus aus. Am zweiten Tag ihrer Proteste gegen die hohen Spritpreise brachten die Spediteure den Verkehr auf den wichtigsten Zufahrtsstraßen nach Madrid und in der Umgebung anderer Städte zum Erliegen. Auch aus Irland und Schottland wurden Proteste gegen die hohen Energiepreise gemeldet.
Die Lkw-Fahrer wollen mit ihrem unbefristeten Ausstand erreichen, dass die Regierung Mindesttarife für das Transportwesen einführt und die Mineralölsteuern senkt. Die spanische Verkehrsministerin Magdalena Alvarez versicherte, die Versorgung der Bevölkerung sei garantiert. Die Regierung verhandele mit den Spediteuren, um möglichst rasch ein Ende des Ausstandes zu erreichen.
(n-tv.de)