Schaeffler bekommt Conti
Erstellt am: 21/08/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00
In dem seit Wochen andauernden Übernahmekampf um den Autozulieferer Continental hat es eine friedliche Einigung gegeben. Conti und die fränkische Schaeffler-Gruppe, die ein Übernahmeangebot für den Dax-Konzern vorgelegt hatte, vereinbarten ein umfangreiches Gesamtpaket. Schaeffler erhöht das Angebot und beschränkt sein Engagement innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung.
Zum Schutz der Arbeitnehmer gibt es umfangreiche Zusagen. Conti wird nicht zerschlagen. Das teilte Continental am frühen Donnerstagmorgen in Hannover mit. Conti- Vorstandschef Chef Manfred Wennemer tritt zurück. Garant für die Wahrung der Conti-Interessen sei Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Der 60 Jahre alte Wennemer habe den Aufsichtsrat darum gebeten, ihn zum 31. August 2008 von seinem Amt zu entbinden, hieß es. Der Aufsichtsrat habe dieser Bitte "mit großem Respekt für die Leistung Wennemers" zugestimmt. Sein Nachfolger werde kurzfristig bestellt.
Die Einigung nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Tagen sieht vor, dass die Schaeffler-Gruppe ihr bisheriges Übernahmeangebot von 70,12 Euro pro Aktie auf 75 Euro pro Aktie erhöht. Zudem sagte das wesentlich kleinere Familienunternehmen aus Herzogenaurach zu, das Engagement bei Conti innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,99 Prozent zu beschränken. Schaeffler hält bereits acht Prozent an Conti und hat nach eigenen Angaben über Finanzgeschäfte Zugriff auf weitere 28 Prozent.
Conti sprach von einem "akzeptablen Gesamtpaket". Es enthalte mit dem verbesserten Angebotspreis und einem zugesagten Nachteilsausgleich eine spürbar höhere Gegenleistung. Die Vereinbarung schaffe außerdem Klarheit über zukünftige Verhältnisse.
(Vollständiger Artikel unter: www.n-tv.de/1011773.html)