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VDA: Nutzfahrzeug-IAA wächst

Erstellt am: 24/07/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00

Politik müsste mehr für die Infrastruktur tun

Zwei Monate vor Beginn der 62. Nutzfahrzeug-IAA stehen die Zeichen bei der Messe auf Wachstum. 1.986 Aussteller aus 47 Ländern haben sich bereits angemeldet. 2006 waren es zu diesem Zeitpunkt erst 1.556. Das teilte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich eines internationalen Presseworkshops im Vorfeld der Messe in Frankfurt mit.

Um dieser wachsenden Zahl zu begegnen, wird die Ausstellungsfläche mit 275.000 Quadratmetern um 10 Prozent größer als vor zwei Jahren sein. "Die IAA unterstreicht damit eindrucksvoll ihre weltweite Führungsposition unter den Mobilitätsmessen", so Wissmann.

Weltstandards bei Emissionswerten und Abgasnormen
Harmonisch und meinungsdeckend sprachen sich alle Referenten des Workshops für einen Weltstandard bei Emissionswerten und Abgasnormen aus. Zudem waren sie sich einig darüber, dass die Bundesregierung in Deutschland zu wenig in den Ausbau der Infrastruktur investieren würde. Laut Matthias Wissmann gilt dies für alle Verkehrsträger: Lkw, Schiene und Binnenschaffahrt.

Derzeit befände sich gut ein Drittel weniger im Budget als noch vor 13 Jahren. Die Motoren und Technik werden seitens der Hersteller und Importeure stetig optimiert, durch ein vermehrtes Stauaufkommen erhöhe sich aber entgegenwirkend wieder der Verbrauch.

Ein weiterer Hauptnenner war laut Daimler-Vorstandsmitglied Andreas Rentschler die Meinung, dass mit der Erhöhung der Lkw-Maut zum 1. Januar 2009 die Grenze der Belastbarkeit für die Kunden erreicht wäre. Dies habe eine spürbare Anhebung der Transport- und Logistik Kosten zur Folge, denn schon allein die steigenden Kosten für Kraftstoff würden den Markt erschweren.

Blick nach Russland
Der Blick über den nationalen Tellerrand ging in Richtung Ural: Sehr aufmerksam verfolgten die Zuhörer die Worten von Sergey A. Kogogin, dem Generaldirektor des russischen Nutzfahrzeugherstellers Kamaz. Waren in der Vergangenheit die USA und Westeuropa die wichtigsten Märkte auf der Welt, so zählt Kogogin heute China, Russland und Indien zur Weltspitze. Gerade der russische Markt könne sich, basierend auf den Verkäufen von Schwerlast-LKWs in 2007, durchaus mit dem US-Markt messen. Russland müsse laut Kogogin viel Zeit und Geld in den Aufbau der Infrastruktur des Landes aufwenden, sieht sein Unternehmen aber bereits jetzt gut aufgestellt, um das Wachstum über die kommenden Jahrzehnte stabil zu halten.

Kamaz besitzt ein Service-Netz in Asien, Indien, Afrika und den GUS-Staaten und steht mit 30 Prozent Marktanteil in Russland vor den Mitbewerbern GAZ, Sollers und ZIL. Über eine mögliche Kooperation mit Partnern aus Westeuropa schweigt sich Kogogin aber aus.

(kfzbetrieb.de)


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