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Daimler wehrt sich gegen drohende Lkw-Abspaltung

Erstellt am: 08/09/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00

Die Arbeitnehmervertreter des Stuttgarter Autobauers Daimler stemmen sich gegen eine Abspaltung der LkW-Sparte auf Druck von Finanzinvestoren.

"Eine Aufspaltung ergibt für das Unternehmen keinen Sinn", sagte Daimler-Betriebsrat Erich Klemm der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Zwar würden langfristig orientierte Investoren begrüßt. "Wer nur auf kurzfristigen Profit aus ist, ohne Rücksicht darauf, wie er Daimler zurücklässt, der muss aber mit dem massivem Widerstand der Arbeitnehmer rechnen", sagte Klemm. "Wer also dem Vorstand die Pistole auf die Brust setzt und eine Zerschlagung fordert, der hat auch die Arbeitnehmer gegen sich", sagte der Arbeitnehmervertreter. "Vor solchen Plänen kann ich nur jeden Investor warnen."

Medienberichten zufolge übt der schwedische Finanzinvestor Cevian nach dem Einstieg bei Daimler massiv Druck auf das Management aus. Der mit unter drei Prozent an dem Autobauer beteiligte Finanzinvestor dringe darauf, die Nutzfahrzeuge abzuspalten, berichten die "FAS", "Spiegel" und "Focus". Dies Sparte solle dann verkauft oder an die Börse gebracht werden. Eine Sprecherin von Cevian lehnte einen Kommentar ab. Sie verwies darauf, dass sich der Finanzinvestor für gewöhnlich drei bis fünf Jahre bei Firmen engagiere und dabei im Vergleich zur Konkurrenz ausschließlich Eigenkapital einsetze. Wie Reuters aus dem Umfeld des Finanzinvestors erfuhr, versteht sich Cevian, die seit rund einem Jahr auch an der Münchener Rück beteiligt sind, als Partner des Managements. "Eine Zerschlagung von Daimler ist kein Thema", sagte ein Insider.

Daimler-Chef Dieter Zetsche wirbt um ausländische Staatsfonds, um sich besser gegen Angriffe zu wappnen. "Ich habe keine Vorbehalte gegen Staatsfonds", sagte Zetsche der "FAS". Ob Araber, Russen, oder auch Chinesen - alle Aktionäre seien willkommen. Größter Aktionär bei Daimler ist seit langem das Emirat Kuwait mit gut sieben Prozent der Anteile.

(Reuters)


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