Wasserstoff: Hamburger Messe zum Antrieb der Zukunft
Erstellt am: 27/10/2008, 00:00:00 - Aktualisiert am: 10/01/2009, 00:00:00
Auf der Messe für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik in Hamburg, die gestern eröffnet wurde, zeigen 50 Aussteller Autos, Gabelstapler, Busse und Schiffe, die mit Brennstoffzellen angetrieben werden.
Die Firma Linde stellt eine mobile Wasserstofftankstelle vor, und Fachleute aus aller Welt diskutieren über die aktuellen Entwicklungen. "Wir wollen Trendsetter sein und ein Thema, das alle bewegt, nach vorne treiben", sagte der Chef der Hamburg Messe und Congress GmbH, Bernd Aufderheide, zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung.
"Sie haben hier ein Zukunftsthema besetzt. Wasserstoff und Brennstoffzellen werden alle Bereiche unserer Wirtschaft betreffen", lobte die Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Karin Roth, bei der Eröffnung der 7. H2Expo.
Vorgestellt wird auch ein neuer Ansatz zur Herstellung von Wasserstoff, das EU-Projekt "Hyvolution". Dabei sollen Bakterien Wasserstoff aus Biomasse herstellen. Entsprechende Anlagen könnten an Zuckerfabriken anschließen, um die Melasse zur Wasserstoffproduktion zu verwenden. Die Technologie steht aber noch am Anfang der Entwicklung.
"Das Thema ist so wichtig, weil Wasserstoff ein universeller Energieträger ist", sagte André Martin, der in verantwortlicher Position die Wasserstoffaktivitäten der EU vorantreibt. Die Brennstoffzelle erreiche in Autos bereits einen doppelt so hohen Wirkungsgrad wie herkömmliche Motoren oder Hybrid-Antriebe. Die Kosten für die abgasfreie Technik werden Martin zufolge stark sinken, sobald die Massenproduktion beginnt. Die ersten Computer seien auch extrem teuer gewesen.
Wasserstoff und Brennstoffzellen gelten als Hoffnungsträger für eine klimaschonende Energiezukunft. Wenn Wasserstoff mithilfe von Strom aus Windenergie oder Photovoltaik gewonnen wird, entstehen nur geringe Mengen an Kohlendioxid und Schadstoffen. Wird der Wasserstoff hingegen mit Strom aus Kohlekraftwerken produziert, ist die Klimabilanz schlechter.
(dpa/abendblatt.de)