Schock-Bilanz bei Lkw-Kontrolltag
Erstellt am: 28/03/2011, 11:09:22 - Aktualisiert am: 28/03/2011, 11:52:33
Die Polizei hat am Donnerstag in ganz Rheinland-Pfalz an zahlreichen Kontrollpunkten Lastwagen und Busse kontrolliert. Bei fast der Hälfte der 385 Kontrollen gab es Beanstandungen. Mehr als 200 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.
Die Beanstandungen betrafen gleichermaßen die Fahrzeuge wie auch die Fahrer. Viele der Laster waren überladen, um Geld zu sparen, oder die Ladung war nicht richtig gesichert. So wurde in der Westpfalz auf der A 6 ein slowakischer Holztransporter aus dem Verkehr gezogen, weil der Lkw für den Transport völlig ungeeignet und die Ladung kaum gesichert war. Die Spedition muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Auch was die Fahrtüchtigkeit der Lastwagen angeht, gab es Beanstandungen. Ein Laster aus Spanien war den Angaben zufolge technisch in einem so schlechten Zustand, dass er erst repariert werden musste, bevor an eine Weiterfahrt zu denken war.
Viel zu lang am Steuer
In vielen anderen Fällen verhielten sich die Fahrer rechtswidrig: So hatten einige keinen Führerschein, andere fuhren unter Drogeneinfluss oder betrunken. Manche Lkw-Fahrer hatten die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten. Manchmal waren dafür auch die Fahrtenschreiber manipuliert worden. Ein deutscher Fahrer saß seit 18 Stunden hinter dem Steuer.
Grund für die Kontrollen war die Unfallstatistik des vergangenen Jahres: Landesweit ereigneten sich mehr als 17.000 Unfälle mit Lkw-Beteiligung. 41 Menschen kamen dabei ums Leben. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) wertete den Kontrolltag als Erfolg. Die Zahlen belegten eindrucksvoll, wie notwendig die immer wieder durchgeführten Kontrollen seien.
Quelle: SWR